Monday, 11. December 2017

energate Gasmarkt

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  1. Titelseite

    energate Gasmarkt 09|2017

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    Die Sommerpause ist vorüber. Gab es ein Sommerloch? Wenn ich mir die aktuelle Ausgabe anschaue ­ nicht wirklich! Gerade im Juli gab es noch erhebliche Aufregung. Besonders spannend waren die Entwicklungen rund um Nord Stream 2 und die Nutzung der OPAL-Pipeline. Ich zeichne in diesem Heft die Entwicklungen rund um die US-amerikanischen Sanktionen für Unternehmen, die sich an russischen Export-Energie-Pipelines beteiligen, und rund um die Gerichtsentscheidungen zur OPALNutzung nach.

    In dem Heft gibt es mal wieder viele Berichte rund um Gastransport und Regulierung. Es beginnt beim Thema des Monats mit einem Interview zu fünf Jahren Dispatching bei Gaspool. Was ich persönlich dabei faszinierend fand, sind die Einblicke, die Heiko Bock von Gaspool und Andreas Wieting von Gasunie Deutschland in das Regelenergie- Management gewähren. Dies sollte es auch allen Netznutzern erlauben, unter anderem Schlüsse über die zukünftige Entwicklung von Regel- und Ausgleichsenergiepreisen zu ziehen. Ein Thema, das mich seit Mona- ten umgetrieben hat, sind virtuelle Verbindungspunkte (VIP). Im Frühjahr meinte ein Gesprächspartner beim Mittagessen, dies sorge für massive Aufregung unter den Fernleitungsnetzbetreibern. Etliche kurze Gesprä- che, bei Bier oder Kaffee am Rande von Veranstaltungen, bestätigten den Eindruck. Im Sommer habe ich das Thema endlich mit einigen Vertretern von Fernleitungsnetzbetreibern intensiver diskutiert. Immer nur informell, also nicht zitierfähig. Entstanden ist daraus ein längerer Artikel, der sich dann aber eben bei den Marktgerüchten findet. Das Thema könnte mit dazu beitragen, die deutsche FNB-Landschaft zu verändern.

    Doch es geht in dieser Ausgabe nicht nur um Gastransport, sondern auch um Unternehmen. Die Jahresabschlüsse von Bayerngas und Gas-Union zeigen die doch sehr großen Herausforderungen für diese Gesellschaften, um es vorsichtig auszudrücken. Sehr spannend fand ich eine online-Analysten-Veranstaltung von Uniper zum Gas-Midstream-Geschäft des Unternehmens. Ganz ehrlich, so ganz war ich nie sicher, was ist jetzt eine Geschichte für die Analysten und was ist eigene Überzeugung, aber insgesamt ergab sich schon ein spannendes Bild der Perspektiven und Erträge, die Uniper sieht.

    Zum Schluss: Auch schon länger habe ich an einem Interview mit DEG gearbeitet, einem der aggressiven Anbieter im Gasmarkt. Dabei gab es die eine oder andere überraschende Einsicht.

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  2. Titelseite

    energate Gasmarkt 07|2017

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    In dieser Ausgabe werde ich Sie, liebe Leserinnen und Leser, etwas mit Statistik aus den Bereichen Bilanzierung, Regelenergie und Konvertierung "quälen". Aus meiner Sicht ist dies natürlich sinnvoll, was mir vor allem beim Shippers' Meeting von Gaspool Ende Mai aufgefallen ist. Warum? Gaspool berechnet derzeit keine Flexibilitätskostenbeiträge, weil überhaupt keine Regelenergie im Rang 1 der Merit Order Liste (MOL) ge- oder verkauft wird. Die Begründung dafür gibt es im Heft. Und so gibt es in allen Bereichen rund um das Bilanzierungssystem in den letzten Monaten Entwicklungen, die für die Marktteilneh- mer von Bedeutung sein können. Alle konnte ich nicht aufgrei- fen, dazu fehlt der Platz. Ich werde es nachholen. Interessant sind die Unterschiede zwischen NCG und Gaspool auch vor dem Hintergrund einer wahrscheinlichen Zusammenlegung der beiden Marktgebiete. Die Fernleitungsnetzbetreiber und Marktgebietsverantwortlichen werden viel zu diskutieren haben.

    Ansonsten gibt es in dieser Ausgabe das schon angekündigte Interview mit Ludwig Möhring und Jens Andersen über Erdgasmobilität. VW meint es ernst, es bleiben aber Fragezeichen. Lange gesprochen habe ich auch mit Vattenfall über die Aufstellung des Vertriebs- und Handelsgeschäftes. Vattenfall will in Deutschland wachsen, wie dies aussehen soll, wurde mir von drei Managerinnen und Managern des Geschäftsbereichs Markets erklärt.

    Ein Thema, das noch an Bedeutung gewinnen könnte, ist die Sicherheit der L-Gas-Versorgung. Nach der letzten Ankündigung der niederländischen Regierung, die Obergrenze der Groningen-Produktion noch einmal zu senken, macht sich vor allem bei Infrastrukturbetreibern zunehmend Nervosität breit. Aber ein Plan B fehlt.

    In der letzten Ausgabe gab es einen Fehler. Dies passiert bestimmt häufiger, in dem Fall wurde ich aber darauf hingewiesen. Ich hatte berichtet, dass die Initiative Erdgasspeicher INES eine eigene Power-to-GasStudie beauftragt hat. Dies erfolgte gemeinsam mit dem Bundesverband Windenergie (BWE). So steht es zwar in der englischen Fassung, aber in der deutschen Fassung fehlt dieser Hinweis. Mea culpa!

    Ach ja: Ich mache jetzt eine Sommerpause. Die nächste Ausgabe des ener|gate Gasmarktes erscheint Anfang September. Themen habe ich schon jetzt genug.

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  3. Titelseite

    energate Gasmarkt 06|2017

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    Schon seit dem Herbst letzten Jahres haben mir immer wie- der Marktteilnehmer versichert, bei Erdgasmobilität geht noch was. Hauptgrund, so die Gesprächspartner, sei eine geänderte Strategie von VW bei dem Thema. Der Konzern wolle nicht nur Elektromobilität, sondern auch Erdgasmobilität vorantreiben. Und seit September des letzten Jahres hat die neue Einstellung von VW zu diesem Thema auch ein Gesicht und einen Namen: Jens Andersen, Konzernbeauftragter für Erdgasmobilität. Die Protagonisten der Branche, die noch an das Thema glauben, trafen sich seit Herbst sowohl beim "Runden Tisch Erdgasmobi- lität" des Bundeswirtschaftsministeriums als auch in kleinerer Runde, dem Industriekreis, um auszuloten, wie man das The- ma voranbringen kann. Am 2. Mai dieses Jahres machte dann VW den öffentlichen Aufschlag dazu. Bis 2025 sollen eine Mil- lion Erdgas-Fahrzeuge in Deutschland verkauft werden und 2.000 Erdgas-Tankstellen in Deutschland stehen. VW hat sieben Partner, die mit helfen sollen, dieses Ziel zu erreichen. Ich war in Wolfsburg und habe mit Jens Andersen und Ludwig Möhring, dem Wingas-Vertriebsgeschäftsführer und stellvertretenden Aufsichts- ratsvorsitzenden von Zukunft Erdgas, darüber gesprochen, wie denn jetzt aus dem Frosch Erdgasmobilität noch ein schöner Prinz werden kann. Leider konnte das Interview nicht mehr rechtzeitig für diese Ausgabe freigegeben werden, so ist es eben manchmal. Dennoch wird über die neue Kooperation berichtet, das Interview liefere ich dann nach.

    Thema des Monats ist die Zusammenlegung der Marktgebiete, die bis zum 1. April 2022 erfolgen soll. Auch bei dem Thema war ich den Ereignissen etwas ausgeliefert. Trotz aller Bedenken von Marktteilnehmern hat das Ministerium sehr schnell Nägel mit Köpfen gemacht und dem Bundeskabinett die endgültige Fassung der Novelle der Gasnetzzugangsverordnung ohne große Änderungen gegenüber dem Referentenentwurf zur Zustimmung vorgelegt. Die Teile meines Artikels mit Spekulationen über den Zeitplan und der Frage, ob denn im Ministerium auch nach der Pensionierung des zuständigen Referatsleiters Dieter Mentz noch ausreichend Unterstützung für das Vorhaben besteht, konnte ich dann wieder streichen. Die Branche kann es ja immer noch kaum fassen, aber wenn nicht noch der Bundesrat interveniert, sind zwei deutsche Marktgebiete nach dem 1. April 2022 Geschichte!

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  4. Titelseite

    energate Gasmarkt 05|2017

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    Manchmal kommen Dinge sehr unverhofft.
    So war es am 20. April. Da verschickte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Entwurf für eine Novelle der Gasnetz- zugangsverordnung (GasNZV) an die Verbände. Beim elektro- nischen Durchblättern des Entwurfs war ich dann schon verblüfft. Formuliert wurde darin eine Zusammenlegung der beiden deutschen Marktgebiete. Ohne Prüfauftrag, ohne vorherige Kosten-Nutzen-Analyse werden die Fernleitungsnetzbetrei- ber aufgefordert, die Zusammenlegung bis 2020 umzusetzen. Seitdem wird gerätselt, was denn das BMWi zu dem Schritt veranlasst hat. Ich weiß es nicht! Die offizielle Begründung in dem Verordnungsentwurf, man müsse verhindern, dass es innerhalb Deutschlands zu unterschiedlichen Spielregeln kommt, wirkt nicht wirklich überzeugend. Dies könnte dann geschehen, wenn jedes der beiden Marktgebiete sich mit anderen Marktgebieten außerhalb Deutschlands zusammentut. Allein, die Bundesregierung dürfte stark genug sein, um in Brüssel zu verhindern, dass solche Zusammenlegungen ohne ein Veto der Bundesnetzagentur (BNetzA) möglich sind. Alle bisherigen Netzko- dizes tragen durchaus auch eine deutsche Handschrift.

    Warum ist die Novelle der GasNZV dann nicht Thema des Monats? Weil der Entwurf relativ spät im Monat veröffentlicht wurde, lautet die schlichte Antwort. Meines Erachtens hat das gewählte Thema, der Stand der L-/H-Gas-Umstellung aber eine eher unterschätzte Brisanz. Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) haben in ihrem Umsetzungsbericht 2017 nicht unerhebliche Änderungen an den Annahmen bezüglich des zukünftigen Angebotes und der Nachfrage von L-Gas vorgenommen. Dies hat Konsequenzen für den Umstellungsprozess. Ob dies realistisch ist, bleibt abzuwarten. Die BNetzA ist wohl nicht amüsiert, dass die FNB dies in ihren Umsetzungsbericht hineingeschrieben haben, dessen zentrale Funktion, die Darstellung des Fortschritts bei der Umsetzung der Einzelprojekte aus dem Netzentwicklungsplan ist. Aber das Thema L-Gas wird wohl ohnehin auf der Tagesordnung bleiben. Der "Groningen-Cap" wird auf 21,6 Mrd. m3/a reduziert, obwohl doch vor einem knappen Jahr noch hoch und heilig versichert wurde, mit den 24 Mrd. m3/a sei erst mal eine stabile Grundlage erreicht. Nur am Rande: Die Beibehaltung des Konvertierungsentgeltes hat die Niederlande nicht von dem Schritt abgehalten. Die Signalwirkung in Richtung unserer Nachbarn scheint doch gering.

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    energate Gasmarkt 04|2017

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    Ich habe ja dann doch auch "Lieblingsunternehmen" und "Lieblingsthemen", mit denen ich mich lange beschäftigt habe. In dieser Ausgabe spielen sie eine nicht unerhebliche Rolle. VNG ist für mich Thema, seit ich den ener|gate Gasmarkt schreibe. Es ist das letzte Unternehmen auf der klassischen Importstufe, das noch auf allen Stufen der Wertschöpfungskette tätig ist. Wie sich das Unternehmen im Spannungsfeld von niedrigen Vertriebs- und Handelsmargen, Bedrohung des Gasabsatzes durch die Energiewende und einem neuen Eigentümer weiter entwickelt ist Thema des Monats.

    Mit ein bisschen Sentimentalität berichte ich über den Verkauf des Anteils an dem Gasfeld Yushno Russkoje durch Uniper. Der ganze Weg ­ von der Übernahme von Ruhrgas durch E.ON mit der Hoffnung, einen nationalen Gas-Champion zu ermöglichen, über die langen Bemühungen um die Yushno Russkoje Beteiligung bis zum völligen Rückzug von E.ON/Uniper aus dem Upstream-Geschäft ­ ist auch ein Stück deutscher Industriegeschichte und hat mich selbst viel beschäftigt. Aber auch interessant dabei: Uniper bleibt in nicht unerheblichem Ausmaß eine Gasgesellschaft, das gesamte Handelsergebnis lebt allein vom Gasgeschäft.

    Ein weiteres Unternehmen, das in dieser Ausgabe vorkommt ­ eher mit einem kleinen Artikel ­ ist Danske Commodities. Danske war bis 2014 ein echter Überflieger in den europäischen Märkten. Schnelles Wachstum, sehr dynamisches Unternehmen, sehr flexibel, junge, internationale Mitarbeiter mit entsprechender Unternehmenskultur. 2014 folgte dann die Entzauberung mit Stellenabbau, Frust und schlechten Zahlen. Seit 2015 hat sich das Unternehmen stabilisiert. Viele Marktteilnehmer fragen sich aber, ob ein solches allein auf kurzfristigem Handel basierendes Geschäftsmodell nachhaltig funktionieren kann. Bisher tut es das.

    Und dann erscheint in dieser Ausgabe endlich ein Artikel zu einem Thema, das mich seit Monaten umtreibt: Sport und Energievertrieb. Schon im Herbst letzten Jahres hatte mir jemand erzählt, dass dies ein ganz spannendes Konzept ist, dann hatte GASAG verkündet, in den Bereich in Berlin einzusteigen. Aktuelle Entwicklungen haben das Thema immer wieder nach hinten gedrängt. In dieser Ausgabe hat es seinen Platz gefunden.

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    energate Gasmarkt 03|2017

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    So die richtig bahnbrechenden Themen gab es auf der E-world nicht, klagten etliche Teilnehmer. Die Aussteller waren aber zufrieden. Einer meinte nur, es habe einen leichten Rückgang (um die fünf Prozent) beim Bierabsatz während der Standparty gegeben. Da die für die E-world-Tage angekündigte Kältewelle ausfiel, wurde ­ wenn überhaupt ­ mehr über fallende Preise als über Knappheit und leere Speicher diskutiert. Allein Vertreter von Infrastrukturbetreibern fühlen sich durch die jüngsten Sonderausschreibungen von Long-Term-Options in ihren Warnungen vor einer zu frühen Entleerung von Speichern bestätigt. Aber Thema waren die Sonderausschreibungen der Marktgebietsverantwortlichen (MGVs) auf der E-world nicht, obwohl die Ausschreibungen zur Messezeit liefen. Meines Erachtens etwas zu unrecht. Im Thema des Monats in dieser Ausgabe versuche ich die aus meiner Sicht spannenden Aspekte aufzuzeigen.

    Ansonsten werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch gequält und zwar mit den Begrifflichkeiten des Konvertierungssystems. Anlass sind die neuen Entgelte und mein Versuch, der Frage nachzugehen, ob ihre Bemessung nachvollziehbar ist. Dabei habe ich mal wieder mit "bilanzieller" und "kommerzieller" Konvertierung gekämpft. Die Definitionen der MGVs finden Sie in diesem Heft. Harter Tobak, ich hoffe, es trägt zum Verständnis bei.

    Die Personalrubrik führt ins energiewirtschaftliche Absurdistan. Was bei EWE um den jetzt Ex-Vorstandsvorsitzenden Matthias Brückmann passiert, hat die Branche wohl noch nicht erlebt. Es bewegt sich zwischen Seifenoper und Krimi. Die Leidtragenden sind letztendlich die Mitarbeiter. An einer Kurzfassung habe ich mich versucht. Aber auch in München bei den Stadtwerken wäscht man eher schmutzige Personalwäsche über die Zeitung, betroffen ist die Vertriebsgeschäftsführerin, Frau Trixl.

    Sentimental wurde ich dann beim Skifahren in Bad Gastein. Auf jeder Pistenmarkierung sprang mir die Erdgasraute entgegen. Beleg unten. Ob E.ON noch dafür zahlt?

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  7. Titelseite

    energate Gasmarkt 02|2017

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    Die Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft ist inhaltlich in der Regel nicht übermäßig spannend. Aber der erste Tag der diesjährigen Veranstaltung war schon bemerkenswert. Um 9:30 Uhr startete der Bundesminister für Wirtschaft und Energie seine Rede, nachmittags war klar, dass es seine Ab- schiedsrede als Energieminister war. Auf mich wirkte er so uninspiriert und abwesend, dass ich mich tatsächlich gefragt hatte, ob er nachmittags im kleinen Partei-Kreis verkünden will, dass er nicht als Kanzlerkandidat antreten will. Der Ter- min war öffentlich bekannt. Mein Eindruck wurde aber von vielen nicht geteilt. Seine Rede war insgesamt eher rück- wärts gewandt, er listete auf, was erreicht wurde. Seine Vi- sionen waren tatsächlich mehr außenpolitisch. Deutschland und Europa sollten den Brexit als Chance nutzen, um mit Ländern wie Großbritannien, später auch Ukraine und Russland, eine neue Art der Zusammenarbeit zu definieren. Andererseits solle die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit in der Eurozone vertieft werden. Eine energiepolitische Ankündigung gab es aber doch noch: Noch vor der Bundestagswahl will das Wirt- schaftsministerium ein Weißbuch mit Vorschlägen zu einer neuen Bemessungsgrundlage für die EEG- Umlage veröffentlichen. Der Stromsektor soll die Kosten der Energiewende nicht länger alleine tragen. Die Lobbyisten der Gaswirtschaft können schon mal überlegen, wie sie gegen eine Einbeziehung von Erdgas im Heizungssektor bei der Umlage argumentieren.

    Einen Hauch von Silicon-Valley gibt es in dieser Ausgabe. Vorgestellt wird die Plattform enmacc, mit der der OTC-Handel außerhalb der Broker-Märkte standardisiert werden soll. Viele Stadtwerke und auch Anbieter kennen die Plattform, etliche nutzen sie schon. Ich habe mit vielen Marktteilnehmern gesprochen. Etliche sind sehr überzeugt, dass sich enmacc als Marktstandard durchsetzen kann, andere sind zurückhaltender. Was hat dies mit Silicon-Valley zu tun? Der Geschäftsführer eines Unternehmens wurde bei einem Besuch dort angesprochen, ob er die Plattform kenne. Es scheint auch amerikanisches Geld investiert zu sein, womit wohl Visionen der Branche wahr werden. Und dies nicht in hippen neuen Geschäftsfeldern, sondern im Handel!

    Im Thema des Monats setze ich die Diskussionen mit den klassischen regionalen Gasgesellschaften fort. Oliver Malerius und Jens Nixdorf haben mir die Strategie von Gas-Union erläutert. Die klare Botschaft: Vertrieb, Portfolio und Handel bieten Wachstums- und auch Ertragschancen, wenn sie als Gesamtheit gemanagt werden.

    Ich vermute, man sieht sich auf der E-world!

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  8. Titelseite

    energate Gasmarkt 01|2017

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    Ich hoffe, Sie sind gut ins neue Jahr gekommen. Traditionell startet die erste Ausgabe des Jahres von ener|gate Gasmarkt mit einem Rückblick auf das alte Jahr und einem Ausblick auf Ereignisse der kommenden zwölf Monate. Ein Ereignis ist bereits eingetreten, wenn Sie dieses Heft in den Händen haben. Die Beschlusskammer 7 (BK 7) der BNetzA hat am 21. Dezember 2016 die Festlegung Konni Gas 2.0 den betroffenen Marktgebietsverantwortlichen (MGVs) übersandt. Veröffentlicht wird aber erst, wenn diese Geschäftsgeheimnisse geschwärzt haben.

    Das Konvertierungssystem und seine Neuregulierung war eines der zentralen Themen des Jahres 2016. In diesem Jahr wird man sich mit der Umsetzung der Konni Gas 2.0 und der möglichen Neuausrichtung seiner Gasposition beschäftigen müssen. Was mich persönlich nach wie vor irritiert: Für das beobachtbare Verhalten bei der bilanziellen Konvertierung gibt es meines Erachtens keine schlüssige Erklärung. Auch kein Gesprächspartner hat sie geliefert ("wir verstehen das auch nicht").
    Das erzeugt Unbehagen.

    Ansonsten werden natürlich 2017 die Bundestagswahl und die Koalitionsverhandlungen danach ganz wesentlich sein. 2016 ist deutlich geworden, dass schon mittelfristig (ab 2030) die Position für Erdgas im Wärmemarkt, dem zentralen Absatzmarkt in Deutschland, gefährdet ist. Die Gaswirtschaft hat dies mittlerweile verstanden. Ich finde es schon bemerkenswert, wie sich die Branche unter dem Motto "Gas kann grün" neu sortiert. Aber inhaltlich muss dabei 2017 mehr kommen.

    Diese Ausgabe beinhaltet einige Artikel, die neue Geschäftsansätze von Unternehmen aufzeigen und diese ausführlich schildern. PRISMA steigt in das Geschäft der Speichervermarktung ein und RWE Supply & Trading (RWEST) bietet wohl aktuell die am weitesten entwickelte Plattform für einen vollständig automatisierten Handel mit Strom und Gas an. Das Gesamtangebot der RWEST rund um ein Portfoliomanagement ist sehr komplex, ich habe mich lange mit den Verantwortlichen unterhalten. Der Artikel soll vor allem aufzeigen, welche Entwicklungen in dem Bereich möglich sind.

    2016 war auch geprägt durch sehr unerwartete Entwicklungen von Handelspreisen. Das lässt sich auch 2017 nicht ausschließen. Die Welt entwickelt sich ohnehin sehr turbulent und instabil. Warum sollen dann Märkte stabil bleiben?

    Trotz dieser etwas düsteren Einschätzung: Viel Spaß beim Lesen!

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  9. Titelseite

    energate Gasmarkt 12|2016

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    In der vergangenen Ausgabe spielte Europa schon eine große
    Rolle, in dieser Ausgabe setzt es sich fort. Thema des Monats
    ist eine mögliche weitere Zusammenlegung von Marktgebie-
    ten. Ich war Anfang November auf dem Workshop der Bun-
    desnetzagentur. Der klare Wille der Behörde, den Status quo
    zu erhalten, zog sich durch die Veranstaltung. Dies schlägt sich
    natürlich auch in der Berichterstattung nieder. Aber, und da
    kommt Europa ins Spiel, die EU-Kommission wird mit hoher
    Wahrscheinlichkeit im kommenden Jahr Vorschläge zu einer
    Vertiefung der Gasmarktintegration machen. Das Indiz: Am
    30. November (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) stell-
    te die Kommission offiziell ihr Winterpaket vor, den Versuch
    die Strommarktintegration voranzubringen. Teile des Paketes
    wurden vorab schon gestreut, die Ideen sind sehr weitrei-
    chend und würden erheblichen Einfluss auch auf das deutsche Marktdesign haben. Angeblich hat sich die
    Kommission allein deshalb auf den Strommarkt beschränkt, weil die Kapazität zur parallelen Arbeit an
    einem Gasmarktdesign fehlte. So wie die Stromwirtschaft gerade voll mit der Analyse des Winterpaketes
    beschäftigt ist, könnte es in einem Jahr die Gaswirtschaft sein. Der Artikel zum Netzkodex Kapazitätsallo-
    kation 2.0 in dieser Ausgabe zeigt aber auch, wie komplex die europäischen Diskussionen sind und welche
    ­ manchmal frustrierende ­ Rolle Partikularinteressen spielen.

    Das zweite wichtige Thema ist "Gas kann grün". Nach vielen Irrungen und Wirrungen ist der Klimaschutzplan 2050 verabschiedet worden. Die Gaswirtschaft findet so langsam eine strategische Position dazu, die in einem Appell an die Politik unter dem Motto "Gas kann grün" Ausdruck fand. Ich führe derzeit kaum eine Diskussion, die nicht ganz schnell bei der Frage ist, ob und wie langfristig synthetisches Gas oder Wasserstoff der Schlüssel sein können, um zu verhindern, dass Gas und damit auch die Gasinfrastruktur langfristig obsolet werden. In den Marktgerüchten wird erzählt, dass die Positionierung in der Branche nicht ohne kontroverse Diskussionen verläuft, was aber auch ganz normal ist. Die Veränderungen im Wärmemarkt und die Rolle, die Erdgas und synthetisches Gas dabei spielen können, werden die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre. Der Klimaschutzplan 2050 hat dazu geführt, dass die Branche dies endgültig verstanden hat und ernsthaft beginnt, diese Herausforderung anzunehmen. Dabei soll der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Stefan Kapferer, eine sehr positive Rolle spielen.

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  10. Titelseite

    energate Gasmarkt 11|2016

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    Das Thema des Monats kommt diesmal eher schlank daher.Das Ende des Komitologie-Verfahrens für den Netzkodex Ent-geltharmonisierung (NC TAR). Das Lesen des Kodexes ist allesandere als vergnügungssteuerpflichtig. Es ist komplizierterStoff. Warum habe ich es trotzdem als Thema des Monats ge-wählt? Zum einen sicher, um noch einmal grundsätzlich dieBedeutung und die Komplexität der europäischen Regulie-rung zu verdeutlichen. Zum anderen aber auch, weil es schonbemerkenswert ist, dass das sehr komplizierte Verfahren mitden unterschiedlichsten Akteuren und unzähligen Änderun-gen an den Texten ein Ende gefunden hat. Der Anpassungs-bedarf bei der deutschen Regulierung dürfte eher gering sein,ich versuche wichtige Punkte in dem Text aufzuzeigen. Er istvermutlich aber auch deshalb gering, weil einerseits viele Re-gelungen schon vorweggenommen wurden und andererseits deutsche Interessenvertreter auf verschiede-nen Ebenen kräftig mitverhandelt haben.

    Ansonsten ist diese Ausgabe voll mit Personalmeldungen. Einige sind über die Personalie hinaus von Bedeutung. Vor allem natürlich die Ablösung von Gerhard König als Sprecher der Wingas-Geschäftsführung. Sie kam nicht wirklich unerwartet, könnte aber tatsächlich der Startschuss für eine stärkere Integration der Gazprom-Gesellschaften in Europa sein. Stärker beschäftigt hat mich die Berufung von Henrik Lind zum neuen Danske-Commodities-Vorstandsvorsitzenden. Das dänische Handelshaus hat ein stürmisches Wachstum, aber auch eine halbe Bruchlandung hinter sich. In Deutschland haben auch Stadtwerke und Handelsgesellschaften Danskes sehr flexiblen Kurzfristhandel für Gas geschätzt, vor allem als die Märkte noch weniger liquide waren (zu der Zeit habe ich erstmals von DC gehört). Das hat sich geändert, auch DC ändert sich, wozu im Markt unterschiedliche Einschätzungen bestehen. Ich habe darüber mit Carl Hagert, dem Head of Origination, gesprochen. Es ist ein Gespräch geworden, bei dem es weniger um Gas geht.

    Eine Personalie bedrückt: Karsten Heuchert ist gestorben, bis Ende September noch Vorstandsvorsitzender der VNG. Heuchert war schon länger krank, schien sich aber zwischenzeitlich stabilisiert zu haben. Ich habe noch im September eine Podiumsdiskussion mit ihm als Teilnehmer moderiert. Da war er sehr präsent, gerne bereit für die Zukunft Gas (erst Natur, später synthetisch) zu streiten. Ich habe mich am Rande der Veranstaltung auch über seine Pläne unterhalten, sein Interesse, das norwegische Generalkonsulat und das deutsch-russische Rohstoffforum weiter zu machen. Aber sein Zustand hat sich dann sehr plötzlich wieder verschlechtert.



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